Tschüß,

Doris.

Voller Trauer und in großer Dankbarkeit teilen wir mit, dass Doris Rüstig-Ladewig mit 99 Jahren, ihren Lebensweg beendet hat.

Eine besondere Künstlerin,

geboren 1926 und aufgewachsen in Berlin, war sie schon seit ihrem 14. Lebensjahr der Malerei aufs tiefste verbunden. Vorbilder wie Max Ernst, Jean Dubuffet oder später die Künstlergruppe CoBrA inspirierten sie und eröffneten ihr bereits zu Jugendzeiten den Blick auf die Welt der Malerei und Plastik. Sie brachten sie dazu, sich immerwährend mit dem Menschen, seinen Lieben, seinen Ängsten, seinen Schwächen malerisch auseinander zu setzen. Die notwendige Technik erarbeitete sie sich während ihres Studiums der freien Malerei zunächst an der Hochschule für Angewandte Kunst und anschließend an der Hochschule der Künste in Berlin, u. a. bei dem Expressionisten Karl Schmidt-Rottluff.

Ihr Werk ist vielgestaltig – Mensch und Landschaft sind zentrale Themen in ihrem Œuvre, Portraits, Akte, Landschaft und Kultur. Charakteristisch für ihr Werk ist eine kraftvolle, impulsive Pinselführung, deren malerische Energie sich dem Betrachter unmittelbar mitteilt.

Sie lebte und arbeitete bis Juli 2026 in Norderbrarup, Schleswig-Holstein.

Im Jahr 2000 gründete sie in Schleswig ihre Stiftung zur Förderung von Kunst und Kultur, die heute von Kiel aus durch den Stiftungsvorstand geführt wird.

Ein Portrait,

welches über mehrere Jahre entstanden ist. Immer wieder wurde Doris vom Filmemacher Tim Kallweit aus Berlin mit der Kamera begleitet. Im Rahmen dieser Dokumentation wurden verschiedene Gespräche und Interviews geführt. Dieses 20-minütige Portrait ist das Ergebnis dieser spannenden, berührenden Zusammenarbeit.

Tim Kallweit bei Instagram: @timtellwaki